Mit konkreten Situationen beginnen
Die Bitte, einmal das gesamte eigene Wissen aufzuschreiben, ist kaum zu erfüllen. Fragen nach typischen Situationen sind hilfreicher: Welche Störung wird häufig falsch eingeschätzt? Welche Rückfrage spart später Ärger? Woran erkennt man eine Ausnahme? Solche Gespräche liefern Informationen, die neue Mitarbeitende im Alltag tatsächlich benötigen. Eine KI kann beim Strukturieren helfen, die fachliche Erfahrung kommt von den Menschen.
Wissen mit Verantwortlichkeit verbinden
Aus einem Gespräch sollte nicht ungeprüft eine verbindliche Anweisung werden. Halten Sie fest, wer eine Aussage beigesteuert hat, für welchen Prozess sie gilt und wer sie freigibt. Trennen Sie Erfahrungswerte von verbindlichen Vorgaben. Wenn mehrere Vorgehensweisen existieren, muss der Unterschied erklärt werden. Gerade diese Einschränkungen machen eine spätere Antwort zuverlässig nutzbar.
Auffindbarkeit praktisch testen
Lassen Sie anschließend jemanden suchen, der die Antwort noch nicht kennt. Versteht diese Person, welches Dokument passt und wann eine Rückfrage nötig ist? Eine Sammlung langer Protokolle kann genauso unübersichtlich werden wie die bisherige Ablage. Besser sind klar benannte Fragen, nachvollziehbare Antworten und Verweise auf weiterführende Unterlagen. Erst auf dieser Grundlage lässt sich eine KI-Suche sinnvoll aufbauen.
Nächster Schritt
Wählen Sie einen Bereich mit wenigen erfahrenen Wissensträgern. Dokumentieren Sie gemeinsam zehn häufige Fragen und lassen Sie die Antworten von einer zweiten fachkundigen Person prüfen.
